Dienstag, 22. Juli 2008

Woche 4

Bevor ich mir noch weitere Beschwerden einfange, schreib ich mal lieber etwas. Hab mich aber jetzt entschlossen nur noch wöchentliche Updates zu geben, so viel zu erzählen gibt's nämlich nicht jeden Tag.

Hab mittlerweile n paar Ami Angewohnheiten angenommen. Dazu gehört: Regelmässig zu Starbucks zu gehen, oder wöchentlich mindestens einmal Bowlen. Gestern hab ich dann kräftig in meine eigene Bowlingausrüstung inverstiert, Bowlingkugel mit speziell für mich gebohrten Löchern, Bowlingtasche, und natürlich,..., klar "Earl Antony 3000". Al wäre wahrhaft stolz auf mich. Ich sag nur St.................rike! Mittlerweile hab ichs auch einigermassen drauf, wie man die Kugel "hookt", also so andreht, das man aussen anspielt und die Kugel dann kurz vor Schluss erst reinzieht.

Letzten Mittwoch hab ich im Wild Wings nen Braveheart Wing gegessen. Zur Erklärung, es gibt 5 Schärfestufen von Wings. Der Braveheart läuft ausserhalb der Kategorie, heißt also "god damn scharf". Hab am nächsten Tag noch Sodbrennen gehabt, ausserdem hatts nicht nur beim Essen gebrannt, wenn ihr wisst was ich meine.

Am Freitag waren wir beim Redneck Dragracing. Das war vielleicht n Spaß, die ganzen Rednecks mit ihren aufgemotzten Kisten. Teilweise aber echt wahnsinn, wie die Teile abgehen. Nen Motorradfahrer hätts noch fast zerbröselt. Seitdem bin auch voll verwirrt, was den Autokauf anbetrifft. Sind nämlich mit Knut's Pickup (Ford F150) zum Rennen gefahren. Seitdem frag ich mich echt, ob ich nicht auch so nen sinnlosen Truck kaufen soll, hat nämlich echt was.

Samstag war ich dann mit Chris in den Great Smockey Mountains. Teilweise hab ich echt gedacht ich fahr irgendwo durch den Schwarzwald. Ist aber ganz uhrig da. Und in Gatlin Burg gibt's sogar nen Bubba Gump und n Hard Rock Cafe, da mussten wir natürlich direkt rein.












Abends gabs dann wieder das übliche Downtown Greenville Programm, nähere Einzelheiten spar ich mir aber. Barkeeper hat mich aber immerhin schon mit Handschlag begruesst. Ausserdem sind am Samstag noch 3 neue Studenten aus Elchingen gekommen, die haben wir natürlich gleich mitgeschleppt.

Sonntag hat's dann bei mir an der Tür geklopft. Tim und die anderen haben dann bloss gemeint, wir haben ein Problem. Einer der Studenten ist nämlich mit seinem Auto auf der Interstate stehen geblieben. Also nix wie los und Abschleppseil gekauft. Beim Auto angekommen stand dann schon der Sherrif beim Auto. Der war aber sehr relaxt. Haben das Auto dann kompetent zur Firma zurückgeschleppt. Ich sag nur, ohne Abschlepphaken an den Autos gar nicht so leicht. Aber zum Glück waren ja diverse Ingenieure anwesend, die das Problem dann fachmännisch gelöst haben. Leichte Kampfspuren an den Autos liessen sich dabei leider nicht vermeiden.

Abends gings dann noch ins Kino zu Batman. Auf den hat ich mich ja schon seit Wochen gefreut. Bin leider schwer entäuscht worden, der Film ist n bisschen lasch.

Diese Woche bekomm ich endlich meinen ersten Paycheck, dann geht's endlich los.Freitag nach der Arbeit fahren wir wohl mal wieder nach Myrtle Beach, die Party Hochburg in South Carolina. Die Info's lest ihr dann nächste woche.

Sonntag, 13. Juli 2008

Woche 3

Ich weiß, diese woche hab ich's ganz schön schleifen lassen mit schreiben. Hab aber zur Zeit auf Arbeit sehr viel zu tun und komm meistens net vor 7 nach Hause. Danach geht's dann meistens immer noch irgendwo hin, Essen, Bowling, Kino, was trinken, etc....

Mittlerweile bin ich endlich auch "sozial", d.h. hab meine Social Secutity Number bekommen. Hab aber wie bei fast allem hier mal wieder 2 Anläufe gebraucht. Daran hab ich mich aber schon gewöhnt, beim ersten mal funktioniert fast nichts.

Freitag waren wir wieder auf Tour. Hab dabei den "Schützen" von South Carolina entdeckt. Ganz lustiger Redneck Laden, in den man aber bloß reinkommt, wenn man Mitglied ist, oder ein Mitglied kennt. Mittlerweile bin ich aber auch Mitglied und stolzer Besitzer eines Mitgliedsausweises. Ausserdem kostet hier das Bier nur unschlagbare 1,50 $. Danach sind wir dann nach Downtown, wo uns unser bekannter Barkeeper den stärksten Longisland meines Lebens gemixt hat. Geendet hat der Abend dann mal wieder im Jiggly Room. Gestern war dann wieder nur Kino angesagt, Hellboy 2, glaub der schlechteste Film, den ich seit langem gesehen hab.

Grad kommen wir vom Golfen von der Driving Ranch. Ist mir ja schon fast peinlich zu sagen, aber ich hab ne Blase vom Golfen und bin völlig platt. Hätt nie gedacht, dass das so anstrengend ist. Dabei ist mir noch ein kleines Missgeschick passiert. Hab versucht nen "Happy Gilmore" Abschlag zu machen und hab voll ins Gras geschlagen. Der Golf-Schläger hat das leider nicht verkraftet und ist am Kopf abgebrochen. Das Eisen ist dann schön dem Ball hinterhergesegelt. Hat Gott sei Dank niemand von der Anlage mitbekommen, die Schläger sind ja schließlich schweineteuer.

Meine Luftfracht ist am Freitag auch endlich angekommen, hat ganz schön lange gedauert.

Hab gestern auch noch meine Hemden gebügelt, hab immerhin 2 Stück in ner halben Stunde geschaft, aber für den Anfang bin ich voll stolz auf mich.

Montag, 7. Juli 2008

The Big Easy

Nachdem wir Donnerstag abend in Richtung Big Easy aufgebrochen sind, sind wir dort etwa um 7 Uhr morgends mehr oder weniger übermüdet angekommen. Auf der Suche nach dem nächsten Starbucks haben wir erst mal ne kleine Stadtrundfahrt unternommen. Ist schon recht interressant, Downtown und das French Quarter sehen sind nach Kathrina 2005 wieder gut in Schuss, je weiter man allerdings aus dem Zentrum rauskommt, desto schlimmer sieht es aus. Man findet hier noch jede Menge zerstörte und verlassene Häuser. Immerhin hat die Bevölkerungszahl nach Kathrina um gut 200.000 Einwoher abgenommen.

Nach dem wir dann im French Quarter noch gemütlich zu Mittag gegessen haben, haben wir erst mal unser Hotel (ebenfalls direkt im French Quarter gelegen) bezogen. Abends gings dann auf die Piste. Erst mal zum Awesome 4. Juli Feuerwerk. Ehrlich gesagt war ich hiervon aber sehr enttäuscht, ich glaub da ist das Feuerwerk bei den Horber Ritterspielen sogar größer. Allgemein war ich äußerst überrascht, dass sich die Patriotische Stimmung in New Orleans sehr in Grenzen gehalten hat, es waren tatsächlich kaum irgendwelche Flaggen zu sehen. Danach haben wir uns erst mal mit Beads (Halsketten) bewaffnet und sind in die berühmte Bourbon Street weitergezogen. Hier steppt nun wirklich der Bär, eine Bar an der anderen und überall laute Musik. Ausserdem ist es in New Orleans im Gegensatz zu überall anders in den USA (Ausnahme Vegas) erlaubt Alkohol auf der Strasse zu trinken. An nälhere Einzelheiten kann ich mich dann leider nicht mehr erinnern.

Am Samstag haben wir dann noch eine traditionelle Schaufelraddampferfahrt auf dem "mächtigen" Mississippi gemacht, wie die Amerikaner so gerne sagen. Danach gab's dann noch lecker Essen in ner Jazz-Kneipe. Zusammenfassend lässt sich sagen, das Flair und die Stimmung sind einfach nur noch cool und absolut relaxt. Wenn ich mal im Lotto gewinne werd ich glaub Jazz Musiker in New Orleans.

Nachmittags sind wir dann weiter nach Mobile (Alabama), wo wir dann auch nochmal übernachtet haben. Hier war aber leider nicht wirklich so viel los. Sonntag gings dann über Montgomery (State capitol of Alabama) zurück nach Hause, wo wir dann am späten Abend wieder angekommen sind. Montgomery am Sonnatg nachmittag hat in etwa die Anmutung wie eine Stadt in einem Atomwaffentestgelände. Ich hab noch nie im Leben so ne tote Stadt gesehen. Das war schon fast Filreif, ne Stadt mit immerhin 200.000 Einwohnern völlig Menschenleer.
Fotos zu dem Trip liefer ich dann in den nächsten Tagen noch nach, muss die erst noch mit den Kollegen austauschen.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Weekend

Heut fass ich mich kurz, da wir in ner stunde Richtung New Orleans aufbrechen (approx. 10h drive), um dort das 4. Juli Wochenende zu verbringen. Sind zu acht, das wird bestimmt ganz lustig. Daher werd ich übers Wochenende auch Blogpause einlegen. Nähere Infos zu the Big Easy gibt's also erst am Montag.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Being pulled over

Nach unseren gestrigen Feierlichkeiten ;-)ist es dann um 2 Uhr nachts wieder passiert. I've been pulled over,...again (I did 75 instead of 55)! Ist mir ja das letzte mal schon passiert. Vielleicht sollt ich so langsam meinen Fahrstil etwas anpassen, sonst wird die Versicherung für's Auto echt teuer. Hier geht nämlich jeder Strafzellel zusätzlich zu Lasten der KFZ-Versicherung, heißt: Viele Tickets, teure Versicherung. Zum Glück wirkt der deutsche Führerschein hier Wunder. Man muss sich einfach nur blöd stellen, dann kommt mer meistens mit ner warning davon, so auch dieses mal (siehe unten). Ich werde hier also so lang als irgend möglich mit dem dt. Lappen fahren.
Heut hab ich mein Glück dann nochmal bei der Bank of America probiert, bewaffnet mit nem Arbeitgeberschreiben. Aber auch diesmal wollt die gute Frau mir auf keinen Fall ein Konto geben, ich sag nur Social Security Number und so. Auf Grund des Patriot Acts bräuchte ich die unbedingt, meinte Sie. Diesmal hab ich mich aber geweigert zu gehen und hab auf ein Konto bestanden. Und siehe da, auf einmal war alles ganz einfach,... Amis! Hab sofort n Konto mit Karte, Onlinebanking, usw. bekommen. Zum Schluss hat sie sich dann noch 3 mal entschuldigt, dass sie am Anfang erst nicht wollte.

Eben warn wir mal wieder am Pool und heut abend werd ich mich entspannen.

Dienstag, 1. Juli 2008

1st day in office

Damit wär der erste Arbeitstag auch geschafft. Wobei von Arbeit zu reden ist heut glaub übertrieben. Hab mich vielmehr den lieben langen tag mit der IT herumgschlagen, um alles auf meim Rechner ans Laufen zu bekommen. Aber siehe da, am Ende das Tages funktioniert fast alles :-)! Ansonsten gab's keine größeren Überraschungen, war ja aber auch schon n paar mal hier, die Leute kannte ich also schon.
Mein Office muss ich glaub noch mit ein bisschen Deko aufpeppen, strahlt momentan noch ziemliche Zellen-Atmosphäre aus.

Kuriosum am Rande vielleicht noch: Dort wo bei uns am Empfang ein Fotographier-Verbotsschild hängt, gibt es hier in der Zufahrt das folgende Schild,... ohne Worte!

Heut abend geht's dann mit 2 Kollegen erst mal auf Tour, der erste Arbeitstag muss ja schließlich gebührend gefeiert werden.